freebus.org

Open Bus System
Aktuelle Zeit: 15. Juni 2015 14:54

Alle Zeiten sind UTC + 2 Stunden




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 19 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: APCI und EIS im Detail
BeitragVerfasst: 20. August 2009 16:48 
Offline
Senior Boarder
Senior Boarder

Registriert: 2. April 2009 09:45
Beiträge: 71
Hallo Fans des Freebus,

irgendwie bekomme ich eine Aufgabe nicht gelöst:

Sei eine Beleuchtung im Flur einer Wohnung installiert, bei der an jeder Zimmertür ein Lichtschalter vorhanden ist. Ohne KNX würde ich zwei Wechselschalter und ein paar Kreuzschalter verwenden. Dies möchte ich nun mit dem KNX realisieren. Dabei sollen weiterhin keine Taster (weder mit zwei nochmit drei Stellungen) eingesetzt werden. Ferner möchte ich zentral mehrere Flure in meiner (gedanklich sehr großen Wohnung) mit einem zentralen Schalter (wieder kein Taster) gezielt einschalten (Einbruchsituation) oder alle Flure gezielt ausschalten (Nachtbetrieb).

Überall sollen nur "normale" Schalter/Wechselschalter verwendet werden, die bei Zustandsänderung ein Telegramm absenden.

Meine Idee bislang basiert auf der Aussendung von 0x81 als APCI/Daten ("schreibe Objekt / schalte ein") im Telegramm an eine Gruppe, die alle Lampen im Flur 1 enthält. Jedesmal wenn ich einen Schalter betätige wird 0x81 ausgesendet und die Aktoren in den Lampen interpretieren diese Ereignisse wie bekannte Stromstoßrelais. Im Gegensatz zu Tastern löst jeder Betätigungsvorgang dieses 0x81 aus - egal ob man so 'rum oder so 'rum den Schalter gedrückt.

Wenn ich jetzt aber im Nachbarflur bin, weiß ich nicht, ob die Lampen bereits eingeschaltet sind oder nicht. Somit weiß ich nicht, ob ich das 0x81 senden muß, oder nicht. Oder anders ausgedrückt, hänge ich alle Flure 1, 2, 3, ... in eine übergeordnete Gruppe, spreche ich auch die Lampen an, die bereits den gewünschten Zustand haben und den toggle ich dann in die falsch Richtung.

Also, implementiere ich nicht die toggle-Funktion, sondern verwende 0x80 und 0x81, kann ich natürlich alle Lampen in allen Fluren ein- oder ausschalten, wie ich es mit der Einbruchschaltung oder der Nachtschaltung möchte. Dann fehlt mir jedoch die toggle-Funktion beim APCI/EIS. Oder anders ausgedrückt, ich suche die Funktion "invertiere".

Hat jemand eine Idee, außer alles über eine Vielzahl von Gruppen aufzulösen?

Bester Gruß

Bernd


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: APCI und EIS im Detail
BeitragVerfasst: 21. August 2009 07:37 
Offline
Moderator
Moderator

Registriert: 10. Juni 2007 22:00
Beiträge: 403
Wohnort: Berlin
Hi Bernd,

wie möchtest du denn die normalen Schalter anschliessen? Alle einzeln in den Schrank geführt? Oder doch eine Kreuzschaltung und dann in den Schrank? Oder hast du hinter jedem Schalter ein Bus-Interface?

Bei der Geschichte mit den 0x81 kann ich nicht ganz folgen: Die Erkennung, wie im Falle einer UM Schaltung zu reagieren ist, läuft im Sensor ab, nicht im Aktor. Ausgangspunkt ist immer der Status der UMzuschaltenden GA. Bei verwendung mehrerer GAs kann man das Rückmeldeobjekt des Aktors wiederum einsetzen, um anderen Sensoren die STatusänderung mitzuteilen. Weiss nicht, ob dir das hilft, da ich wie gesagt nicht verstanden habe worauf du hinaus wolltest, denn deine gesuchte Funktion "Invertiere" ist ja die UM Funktion.

Gruß
Andreas (kubi)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: APCI und EIS im Detail
BeitragVerfasst: 21. August 2009 11:25 
Offline
Senior Boarder
Senior Boarder

Registriert: 2. April 2009 09:45
Beiträge: 71
Hallo Andreas,

ich hatte ja bereits eine Version mit MSP430F20x3 angekündigt. Meine Schalter erhalten huckepack eine kleine Leiterplatte mit Prozessor. Die Schaltkontakte habe ich mit Interrupt-Eingängen verbunden. Sobald der Schalter seinen Zustand ändert, sendet die Elektronik ein Telegramm an eine Gruppe. In das Telegramm kann ich das Datum 0x80 oder 0x81 legen. Der Aktor ist in der Lampe und hält mehrere Gruppenadressen. Bei einer gültigen "Ansage" schaltet er die Lampe ein oder aus.

Da ich nun mehrere Schalter an den KNX-Bus schließen möchte ergibt sich die Notwendigkeit daß die Interpretation in den Lampen erfolgt. Ich möchte nun vermeiden, daß der Schalter den Zustand der Lampe abfragt und dann rechnet und schließlich ein- oder ausschaltet. Dabei findet aus meiner Sicht zu viel Kommunikation statt. Man denke an Funkverbindungen, Linienkopplern, etc. - meine persönliche Ansicht.

Ich hatte zwar zunächst eine Beschreibung geliefert, möchte jedoch die endgültige Version nun doch offen legen: Meine Schalter erhalten weitere Funktionen. Ich werde z.B. die BJ2000 verwenden. Diese haben nur eine Wippe. Betätige ich die Schalter im Raum, reagiert die Anlage, wie ein normaler Schalter bei meinen Eltern oder Großeltern. Wenn ich jedoch die Wippe hin, zurück und wieder hin schalte, soll eine andere Gruppe angesprochen werden. Schließlich soll bei einer Vielzahl von Betätigungen eine entsprechende Adressierung aus einer Tabelle ausgewählt werden. Ein Vergleich mit MS-Word ist vielleicht anschaulich. Klicke ich mit der Maus in ein Wort im Text, positioniere ich den Cursor. Bei einem Doppelklick markiere ich das Wort, bei Dreifachklick den Satz und bei Vierfachklick den Absatz. Also, bei einfacher Betätigung des Schalters spreche ich die Lampe an, bei Doppelklick alle Lampen im Raum, bei Dreifachklick alle Lampen im Flurabschnitt und bei Vierfachklick alle Lampen in der Etage und so weiter. Ich sehe darin den Vorteil, daß unbedarfte Gäste die Schalter ganz normal nutzen und garnicht merken, daß KNX installiert ist. Meine Familie wird sich schnell daran gewöhnen, die besonderen Funktionen zu nutzen. Ich möchte auch keine speziellen Schalter mit einer Vielzahl von Knöpfen verwenden, da alle Knöpfe beschriftet und von den Gästen mindestens einmal abgelesen werden müssen. Alle Steuerung soll dezentral erfolgen.

Somit soll der letzte Schaltzustand der Lampe im Raum (Einfachbetätigung) von allen Lampen der Etage übernommen werden. Also Lampe -> aus, dann bei Mehrfachbetätigung -> alle Lampen aus. Somit kann man nicht einfach nur togglen, weil ja sonst einige Lampen plötzlich einschalten würden.

Okay, ich sende bei Mehfachbetätigung zwei Telegrammpakete: Ein Paket (53/50/50/...) sofort nach der ersten Betätigung an die erste Gruppe und bei Mehrfachbetätigung (und nur dann) nach Ablauf einer Zeitkonstante, die aus der Erkennung der Mehrfachbetätigung herrührt ein Nachfolgepaket an die neue Gruppe ( wieder 53/50/50/...). Meine Schalter erhalten also Tabellen für die mehrfachen Gruppen für Empfang und mehrere Tabellen für Ziele. Hierbei ergeben sich weitere Vorteile, z.B. könnte ich alle Lampen im Raum mit einem beliebigen Schalter im Raum ein- oder ausschalten. Sicherlich kann man auch mit einer Vielzahl von Tablots an mehreren Stellen im Raum diese Bequemlichkeit erzielen. Ich habe jedoch keine Lust die vielen Tablots zu polieren und dauernd von Fettfingern zu reinigen. :)

Eine weitere Idee ist die Bedienung von Jalousien. Sofern ich in einem Raum (z.B. Wohnzimmer) mehrere Jalousien habe, möchte ich nicht alle einzeln mit einzelnen Tasten bedienen. Durch geschickte Zuordnung wäre es möglich mit einem Doppeltaster alle Jalousien im Wohnzimmer, Küche, etc. zusammenzufassen und doch auch einzeln zu bedienen. Ich möchte jedoch mit der Mehrfachbetätigung auch die Position festlegen. Dazu erhalten meine Schalter auch einen kleinen Lautsprecher, mit dem ich akustisch signalisieren kann. Das oberste Ziel lautet jedoch immer, daß alle einfachen Funktionen so sein sollen, wie man es von den Großeltern oder Eltern her kennt. Der Zusatznutzen soll erst danach kommen.

Ich könnte noch Seiten darüber schreiben, was ich mir alles ausgedacht habe. Doch das kommt später.

Jetzt suche ich für die dezentrale Lösung die Antwort auf togglen, gezielt ein- und gezielt ausschalten.

Noch etwas, ich finde es prima, daß es hier ein offenes Forum gibt, in dem man seine Ideen vorstellen kann. Die Kreativität der vielen Nutzer führt uns vielleicht auch von den alten Lösungen "SPS" und so weiter fort und lassen uns das Medium KNX (offener Standard) entweder individuell oder mit neuen Ideen füllen auf die die Großen nicht eingehen. Man denke an den Eisbären, oder war das ein Pinguin?

----------
Jetzt suche ich für die dezentrale Lösung die Antwort auf togglen, gezielt ein- und gezielt ausschalten.
----------

Bester Gruß in die Runde

Bernd


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: APCI und EIS im Detail
BeitragVerfasst: 21. August 2009 12:58 
Offline
Platinum Boarder
Platinum Boarder

Registriert: 9. Oktober 2007 20:48
Beiträge: 961
Wohnort: Bad Königshofen
Nur mal erst die Funktion mit den Schalter anzusprechen:

du schaltest einen Schalter um. resultat ist ein "Ein" Tele.
Du schaltest ihn wieder um. resultat muss jetzt ein "Aus" Tele sein.
wie sonst könntest du den Aktor wieder ausschalten.
Für diese Funktion müßtest du den Schalter auswerten und eben intern toggeln.
das resultat geht über die GA an den/die Aktor(en)und an alle anderen verknüpften Taster.
die toggeln intern mit.
Änderst du jetzt einen anderen Schalter dann geht das ganze umgekehrt. Dies würde eine
Wechsel/Kreuzschaltung ersetzen.
Ich habe auf LPC basis ein Hinter-Tasterplatinchen gemacht und 14 fach im EInsatz.
Dies sind aber mechanische Taster. Auch früher gabs schon Taster,sollte also für Oma kein Problem sein.

_________________
LG
Andreas


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: APCI und EIS im Detail
BeitragVerfasst: 21. August 2009 14:03 
Offline
Moderator
Moderator

Registriert: 10. Juni 2007 22:00
Beiträge: 403
Wohnort: Berlin
Ich glaub der Denkfehler liegt in der Frage, wer die Funktion des Umschaltens realisiert. Gegenüber konventioneller Technik macht das bei EIB ebend der Sensor und nicht der Aktor!

Wenn du nur 0x81 sendest kann das Relais nie ausgehen, da hat Oldi recht. Denn das will ne klare ansage, ob es an- oder auszuschalten hat.

Klassisch realisiert man sowas in EIB folgendermassen: Deine Taster/Schalter (egal) für den Flur haben alle die gleiche GA. Der Zustand des Objektes, dem diese GA zugeordnet ist, wird gespeichert, undzwar in jedem Schalter/Taster. Somit weiss jeder S/T, was bei Betätigung der nächste zu sendende Befehl sein muss. Sendet nun ein taster bei leuchtendem Licht ein 0x80, dann empfängt das nicht nur der Relais-Aktor und macht das Licht aus, sondern es empfangen auch alle anderen Taster/Schalter und setzen den Status des zugehörigen Objektes um. Damit wissen alle was los ist und beim nächsten Druck geht das Licht wieder an.

Merke: Ein Sender gibt immer eine klare, eindeutige, unmissverständliche und vor allem eine bedingungslose Anweisung. Kein "schalt mal aus, aber nur wenn du an bist..." An! Oder Aus! Basta.

Bedingungen kann man dann später miteinander verknüpfen, zB. in Logikbausteinen. In einigen Aktoren sind solche Funktionalitäten evtl. auch vorhanden. Das verknüpft aber immer den Objektzustand mehrere Objekte, die über GAs gesteuert werden. Aber das ist ne andere Baustelle.

Was du für deine o.g. selbstentworfenen Schalter-Interfaces theoretisch(!) bräuchtest, wären jetzt noch Aktoren, die mit deren Logik zurechtkommen. Aber das weicht dann komplett von der EIB/KNX Logik ab und wird auch nie mit dem Standard kompatibel sein können. Das wär ja ein Aktor, der bei empfang einer 0x81 umschaltet und bei 0x80 gar nix macht, oder wie? Und eine zentral-aus Funktion liesse sich dann gar nicht erst realisieren, bzw. dann wiederum nur mit einer weiteren inkompatiblen Sonderlocke. Bleib lieber bei der EIB Logik, dann bleibt dir auch für Erweiterungen und Kombination mit Originalen und Freebus die Tür offen.

Denk dran:
Die logische Kette bleibt immer durchgestochen erhalten: Ist eine Lampe an, dann ist auch das zur Lampe gehörende Relais an, dann ist auch das zum Relais gehörende Objekt "1", dann ist auch die letzte, dem Objekt zugeordnete GA, die empfangen wurde "1" (bzw. 0x81), dann hat auch der entsprechende Sender (Taster etc.) ganz bewusst eine "1" senden wollen (oder 0x81), d.h. er "wusste" im Falle des Umschaltens, ob die Lampe an oder aus war! (<--Knackpunkt)

Tip: Baue deine Spezielschalter von der Software/Logik her wie einen Taster auf mit dem Unterschied, dass er jeden Wippenwechsel als Tastendruck interpretiert. Dann gibst allen Tastern (mechanisch Schalter), die im gleichen Flur sind, die gleiche GA. Parametriert werden alle Taster auf UM. Der Aktor erhält je Ausgang die jeweilige GA des Flures und die GA des zentral-aus Schalters, ansonsten keinerlei Sondereinstellungen. Somit hast du recht wenig Adressen: eine für zentral und je eine pro Flur. Sagen wir du hast ein Schloss mit 12 Fluren, dann wären es genau 13 GAs ... (ui das bringt Unglück)

Gruß
Andreas (kubi)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: APCI und EIS im Detail
BeitragVerfasst: 22. August 2009 06:55 
Offline
Senior Boarder
Senior Boarder

Registriert: 2. April 2009 09:45
Beiträge: 71
Hallo Andreas,
hallo OldCoolMan,

besten Dank für Eure Antworten.

Mit den 13 GA werde ich wohl nicht hinkommen. Bei diesem Ansatz müßten alle Kombinationen - Rittersaal, Voratskeller, Waffenschmiede, Folterkammer - mit allen Lampen - Seitenlicht, Tischleuchten, Deckenleuchten - in allen Schaltern gespeichert sein. Nunja, mit ausreichend Speicherplatz ist das realisierbar. Wenn nun jedoch die Schaltzustände in den Schaltern ausgewertet werden sollen, müssen alle Schalter immer auf dem aktuellen Stand sein. Das wird nicht funktionieren, wenn ein unsicheres Übertragungsmedium verwendet wird, z. B. Funk. Wie soll dann eine Anlagenerweiterung erfolgen? Ich müßte dann den neuen Flügel der Schloßerweiterung in allen alten Anlagenteilen nachprogrammieren. Okay, die Ritter dokumentieren alle erstklassig, oder hat schon einmal jemand in Ritterbüchern gelesen, daß eine Schlacht aufgrund schlechter Dokumentation verloren wurde? Nein es waren immer andere Gründe.

Mein Ansatz ist, die Information, wie ein Aktor geschaltet ist im Aktor auszuwerten. Wenn ich im Garten später meinen Funkschalter einschalte, der im Ruhezustand ausgeschaltet in der Schmuckkassette des Burgfräuleins liegt, müßte er erst alle Informationen aus allen Aktoren herausaussaugen, bevor er einsatzbereit wäre.

Fangen wir noch einmal weiter vorne an: Gibt es für EIB die Kombination Stromstoßschalter mit Taster?

Bester Gruß soweit

Bernd


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: APCI und EIS im Detail
BeitragVerfasst: 22. August 2009 20:47 
Offline
Moderator
Moderator

Registriert: 10. Juni 2007 22:00
Beiträge: 403
Wohnort: Berlin
... schade, daß du dir nicht mal die mühe machst unsere Erklärungen zu verstehen.

... traurig, daß du dazu noch meinst uns veralbern zu müssen!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: APCI und EIS im Detail
BeitragVerfasst: 22. August 2009 22:46 
Offline
Junior Boarder
Junior Boarder

Registriert: 9. Juli 2009 22:57
Beiträge: 39
Hallo Bernd,

ich habe deinen letzten Beitrag auch nicht ganz verstanden und im großen und ganzen auch nicht das Problem.

Man nehme für jeden Schalter eine Tasterschnittstelle (5WG1 220-2AB03). Und parametriere diese wie folgt:
Eingang A:
Funktion: schalten
Flankenauswertung: steigend/UM fallend/UM
Senden bei steigender und fallender Flanke
Startwert senden bei Buswiederkehr: nein
kein zyklisches Senden

Jetzt noch das Objekt des Eingangs A von allen Schaltern(Tasterschnittstellen) auf die gleiche Gruppenadresse und diese noch mit dem Objekt eines Schaltaktors verbunden und schon hat man eine Kreuzschaltung.

Zum Zentral Schalter:
Woher soll denn der Zentralschalter wissen ob er jetzt alle ein oder aus schalten soll????

Es würde nur funktionieren wenn du einen Schalter für Zentral AUS und einen für Zentral EIN hättest.
Konfiguration wie oben, jedoch
Flankenauswertung: steigend/EIN fallend/EIN für Zentral EIN
und
Flankenauswertung: steigend/AUS fallend/AUS für Zentral AUS

Jetzt noch eine neue Gruppenadresse auf den Zentral AUS und EIN und auf alle Schaltaktoren.


Fertig!!!

mfg


Klaus D.

_________________
mfg


Klaus D.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: APCI und EIS im Detail
BeitragVerfasst: 23. August 2009 11:24 
Offline
Senior Boarder
Senior Boarder

Registriert: 2. April 2009 09:45
Beiträge: 71
Hallo Klaus,
hallo Andreas,

mag sein, daß ein falscher Eindruck entstanden ist von der Interpretation der Antworten. Das war von mir nicht beabsichtigt!

Den Vorwurf mit der mangelnden Auseinanderstzung mag ich jedoch nicht gelten lassen.

Also, ich möchte das Medium KNX verwenden um in unseren neuen Heim die gesamte elektrische Steuerung durchzuführen. Und damit ist es mir Ernst! Ich plane jedoch nicht ein einziges kommerzielles Teil zu kaufen und ebenso plane ich nicht die Verwendung von ETS.

Soweit ich die Dokumentation und weitere Literatur zu KNX verstanden habe, ist der Bus das Medium zu Datenübertragung. Ich könnte mich ebenso mit Ethernet oder RS232 auseinandersetzen. In KNX sehe ich jedoch viele Vorteile. Bitte bei der Kommunikation daher nicht auf Objekte oder andere Nomenklatur verweisen, die in den fertigen Bausteinen oder SW-Oberflächen verwendet werden. Dann kann ich nicht mitreden. Sollte sich herausstellen, daß nach der KNX-Spezifikation bestimmte Eigenschaften nicht realisierbar sind, werde ich ein propriätäres System aufbauen.

In meinem ersten Beitrag habe ich versucht aufzuzeigen, worum es mir geht:

1. Bequemlichkeit im Haus

2. Rohstoffe einsparen - Kupfer etc. und im Betrieb Energie einsparen, zu jedem Schalter nur KNX-Kabel, zu jedem Rolladenanschluß ein einfaches Anschlußkabel plus KNX, möglichst kein Stromverbrauch im Ruhezustand, usw.

3. Nachhaltigkeit des Systems und der Materialien

Bei allen "Lösungen" soll ein Besucher in meinem Heim nicht erst das System erlernen, sondern das System soll intuitiv zu nutzen sein. D. h. ich plane Schalter und Dosen von Nicht-EIB/KNX-Programmen auszuwählen und für den einfachen Betrieb diese Komponenten so zu nutzen, wie es in den Wohnungen aus der Zeit vor EIB her bekannt ist (daher der Verweis zu Großeltern und Eltern). Ich habe viel gelesen von Kindern, die im Gäste-WC vor dem Spiegel hüpfen, damit Bewegungssensoren ausgelöst werden und ich habe persönlich mit Leuten gesprochen, die EIB/KNX sich haben installieren lassen und nun unzufrieden sind. (Privatpersonen, Kleinbetriebe und Hochschulprofessoren)

Problemstellung:
In einem Zimmer, Kinderzimmer als Beispiel, soll der Lichtschalter an der Tür das Deckenlicht ein- und ausschalten. Das Wandlicht und die Lampe am Schreibtisch sollen über Aktoren ebensfalls schaltbar sein. Mit dem Schalter an der Tür soll beim Betätigen der Wippe das Deckenlicht beinflußt werden, wenn der Schalter innerhalb einer bestimmten Zeit, z.B. 2 Sek., nur einmal umgeschaltet wird. Das ist für jeden intuitiv.

Wenn nun das Deckenlicht ausgeschaltet war und ich den Schalter einmal drücke, noch einmal drücke und ein drittes Mal drücke, und dies innerhalb der festgelegten Ablaufzeit erfolgt, sollen alle Lampen im Kinderzimmer eingeschaltet werden, egal ob sie vorher ein- oder ausgeschaltet waren. Direkt nach dem ersten Schalten toggelt das Deckenlicht seinen Zustand - erstes Telegramm. Nach Ablauf der Ablaufzeit prüft der Schalter, ob weitere Umschaltungen vorgenommen wurden. Wenn nein, dann folgen keine weiteren Telegramme. Wenn ja, wird anhand des Zählers der Umschaltvorgänge eine neue Grupenadresse aus einer Tabelle des Schalters ausgewählt und ein neues Telegramm an die neue Gruppe gesendet, und zwar mit der Aufgabe die Gruppenmitglieder auf den jetzt eingeschalteten Zustand des zum Schalter gehörenden Aktors zu setzen. Als Schalter verwende ich den Schalter, wie in meinem ersten Beitrag beschrieben mit Wippe und zwei Stellungen. Vielleicht nehme ich auch das Retro-Design mit dem Drehknopf, den wir ganz früher zuhause hatten. Auch das ist Ernst gemeint!

Jetz soll noch weiter abstrahiert werden. Wenn ich nicht nur wie zuvor dreimal hin- und herschalte, sondern 4-mal oder 5-mal, sollen nicht nur die Lampen im Kinderzimmer, sondern auch im Flur geschaltet werden. Und beim Schalten von 6-mal oder 7-mal, die gesamte Etage im Haus, und so fort. (Siehe dazu mein Beispiel mit dem Textverarbeitungsprogramm im ersten Beitrag.)

Für den Fall, daß im Flur das Deckenlicht und im Kinderzimmer das Wandlicht eingeschaltet waren, sollen bei viermaligem Schalten des Schalters für das Deckenlicht des Kinderzimmers (1. Lampe an, 2. Lampe aus, 3. Lampe an, 4. Lampe aus) sowohl das Deckenlicht im Kinderzimmer wieder ausgehen, das Wandlicht im Kinderzimmer und auch das Deckenlicht im Flur verlöschen. Da das Schreibtischlicht bereits zuvor ausgeschaltet war, soll es nicht eingeschaltet werden.

Realisierungsansatz:
Alle Aktoren toggeln -> eingeschaltete Lampen werden entsprechend ausgeschaltet, ausgeschaltete wieder eingeschaltet -> Ziel nicht erreicht

Aktoren gezielt setzen -> da es nur das Datum 0x80 gibt für aus und 0x81 für ein, müßte für jeden Aktor eine Situationsabhängige Betrachtung erfolgen.

Der von mir gesuchte Weg benötigt ein Kommando für Zustand togglen und zusätzlich gezielt ein oder gezielt ausschalten.
Wenn im Flur eine Wechselschaltung installiert ist, müßte wenn die Information in jedem Schalter abgelegt ist, jeder Schalter abgefragt werden. Daher soll der Aktor die Information verrechenen, bzw. das Kommando ausführen. Insbesondere, wenn "Wechselschalter" plötzlich aus dem Gesamtsystem zeitweise verschwinden, wie es bei Funkverbindungen vorkommen kann - Gerät befindet sich in der Schublade im schrank - oder plötzlich dazukommen - Gerät wird abends mit in den Garten genommen -, ist eine Auswertung in den Sensoren unzweckmäßig.

Wenn Ihr der Meinung seit, daß die von mir beschriebene dynamische Ausweitung von "Gruppenzonen" heute bereits in ETS vorhanden ist, wäre ich für eine entsprechende Antwort dankbar. Ebenso wäre ich an einer Information zu intuitiv aufgebauten KNX-Schaltern und deren Funktion interessiert.

Bereits heute bin ich mir ziemlich sicher, daß ich keine Garnituren mit Tasten bei uns installieren werde. Ebenso werde ich keine umfangreichen Beschriftungen oder Bedienungsanleitungen für jeden Schalter einsetzen. Und ebenso sollen meine Besucher das Gefühl haben einen normalen Schalter zu betätigen niemand später nur noch Taster kennen.

---> Das System soll für den Menschen da sein und nicht der Mensch für das System !!! <---

Und schließlich, die Großen interssieren sich nicht für Privathaushalte, da damit keine Stückzahlen gemacht werden. Die Privatpersonen können zur zeit noch keine Komponenten aus dem Baumarkt holen, da Sie der Philosopie der Großen für Inbetriebnahme und Erweiterungen nicht folgen können - finanziel usw. Es gibt aber Firmen, die arbeiten auf dem Gebiet der Hausautomatisierung. Gogglet mal den Stellenmarkt nach EIB/KNX. Und zum Schluß: Je mehr wir in Foren diskutieren, als Prototypen aufbauen und darüber sprechen, um so mehr Stand der Technik schaffen wir und um so wenig ist später patentierbar und wird durch Patente blockiert, dazu müssen wir auch einmal vom Alten loslassen und neue Wege beschreiten.

So, ich hoffe die Wogen sind wieder geglättet.

Gruß

Bernd


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: APCI und EIS im Detail
BeitragVerfasst: 23. August 2009 12:18 
Offline
Fresh Boarder
Fresh Boarder

Registriert: 12. Januar 2009 09:48
Beiträge: 13
FreeBernie hat geschrieben:
Sollte sich herausstellen, daß nach der KNX-Spezifikation bestimmte Eigenschaften nicht realisierbar sind, werde ich ein propriätäres System aufbauen.


Hallo Bernd,

Hier geht es aber gem. FAQ um die Einhaltung der EIB/KNX-Specs. Vielleicht findest Du hier Dein Glück: http://www.mikrocontroller.net/forum/hausbus

Gruss
Christian


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: APCI und EIS im Detail
BeitragVerfasst: 23. August 2009 15:26 
Offline
Administrator
Administrator

Registriert: 11. Juni 2007 15:54
Beiträge: 357
Hallo,

also ich wollte mich zu dieser Geschichte eigentlich nicht Äußern und hätte es vielleicht auch nicht tun sollen....... aber was solls. Für mich ergibt es den Eindruck das du Technik von AnnoDazumal mit EIB verbinden möchtest. Viele Funktionen werden sich wohl mit EIB Tastereingängen sowie Logikbausteinen, eventuell erweitert durch eine Fuzzylogik realisieren lassen. Das kann aber nicht der weg sein. Einen Schalter 7 oder 8 mal Ein/Ausschalten damit das Licht im Gang oder weiß wo ich angehen soll? Das soll Intuitiv sein ? Kann ich mir nicht vorstellen. Mit Tastern erleichterst du dir das Leben schon ungemein und kannst selbiges auch Realisieren (mehrmaliges Tasten in der Zeit X Licht Gang geht an). Wo bei ich mir folgendes Szenario vorstellen könnte: Man steht in der Nacht auf weil man auf die Toilette möchte, muss erst 7mal den Schalter betätigen damit das Ganglicht an geht ...... Fazit käme bei mir in die Tonne. Ein Taster bei jeder Tür im Hausgang und schon geht das Licht an wenn man es betätigt. Das ist Intuitiv weil der Mensch es so meißtens gewohnt ist.

So wie es mir erscheint, möchte ich dem besagten Haus mit dieser Realisierung des "Lichtschaltens" nicht wohnen.

Wenn ich nun die ganze Geschichte falsch verstanden haben sollte, dann bitte um Korrektur mit einer "DeppenAnleitung" !


Gruß
David


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: APCI und EIS im Detail
BeitragVerfasst: 23. August 2009 22:25 
Offline
Junior Boarder
Junior Boarder

Registriert: 9. Juli 2009 22:57
Beiträge: 39
Hallo Berrnd,

ich denke schon, dass man deine Bedürfnisse auf dem EIB abbilden kann.
Jedoch sind dafür komplett neue Entwicklungen nötig.
d.h. kein Nachbau existierender Geräte sondern neue Geräte mit neuen Parametereigenschaften Objekten und Funktionen.
Was sehr sehr sehr viel aufwendiger ist, wie dass, was meines wissens nach bei FreeBus momentan realisiert wurde.

Du kannst natürlich gerne einen eigenen BUS entwickeln der die Physik des EIB nutzt, nur was machen deine "Großeltern" wenn du mal nicht mehr bist?
Dann wird's im Falle eines Defektes sehr sehr teuer, denn dann muss der Teil der Instalation der Defekt ist entweder auf konventuenell oder auf konformen EIB umgestellt werden. Denn ein normaler Elektriker wird sich nicht mit deinem Eigenbau auskennen.

FreeBus hingegen oder EIB konforme Geräte die man mit der ETS programieren kann aber nicht muss, kann heute fast jeder Elektriker austauschen.

Du schreibst, dass du mit vielen Leuten gesprochen hast, die mit den EIB nicht zufrieden sind?
Warum nicht? Meist liegt dass daran, dass sich die Leute viel erträumen aber es dem Projektierer nicht sagen was sie wünschen oder im zuge der
Preiskalkulation dann doch auf das ein oder andere verzichten weil sie nicht den Preis zahlen möchten was der Konfort kostet.

Meine Erfahrung ist, mit dem EIB lässt sich so zimmlich alles realisieren man muss nur wissen wie...



mfg


Klaus D.

_________________
mfg


Klaus D.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: APCI und EIS im Detail
BeitragVerfasst: 25. August 2009 07:52 
Offline
Senior Boarder
Senior Boarder

Registriert: 2. April 2009 09:45
Beiträge: 71
Hallo Klaus,

ich komme leider erst heute dazu zu antworten. Ja, das mit den Rückfalllösungen ist etwas, worüber ich mir auch schon Gedanken gemacht habe. Daher versuche ich alles mit den Vorgaben von KNX auf der physical layer - Ebene zu realisieren. Dann kann man ausgefallene Geräte mit echten KNX-Geräten ersetzen. Solange es dann KNX gibt, liegt diese Lösung nahe.

Zu meiner Programmieraufgabe denke ich noch einmal weiter nach.

In ein paar Tagen stelle ich hier einmal die ersten Geräte vor.

Zunächst einmal Danke an alle, die sich an der Diskussion beteilitgt haben.

Gruß in die Runde

Bernd


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: APCI und EIS im Detail
BeitragVerfasst: 25. August 2009 09:50 
Offline
Junior Boarder
Junior Boarder

Registriert: 9. Juli 2009 22:57
Beiträge: 39
Hallo Bernd,

KNX wird wohl nicht so schnell aussterben....
Das gibts jetzt schon weit über 10 Jahre...
Und wird immer weiter entwickelt...

mfg


Klaus D.

_________________
mfg


Klaus D.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: APCI und EIS im Detail
BeitragVerfasst: 6. September 2009 10:30 
Offline
Platinum Boarder
Platinum Boarder

Registriert: 9. Oktober 2007 20:48
Beiträge: 961
Wohnort: Bad Königshofen
Hallo Bernd,
ebend aus dem Urlaub zurück muß mich hier mal melden :-)

Also ich hab Ähnliches mit Drehimpulsgebern und Dimmerknöpfen realisiert gehabt.
ok, es war kein KNX aber von der Mensch-Installation-Kommunikation her ähnlich.
Einfaches Drehen und Licht geht an/aus. Wer mehr weiß, drückt den knopf wählt durch
gedrückt halten und drehen eine andere Funtion aus läßt los und führt dann durch
drehen die gewünschte Zusatzfunktion aus. nach 5sek ist dann automatisch die
Hauptfunktion wieder aktiv.
Bis das Frau kapiert hat......naja!
Die Zählerei ging mir selber auf den S.....,so dass ich auf Freebus UP Serientaster umgebaut hab.

Aber gut, zum Gedanken einer Realisierung bräuchtest dann schon Aktoren mit
einem Eingangsobjekt "toggel" und einem "schalten" je Kanal.
Ich kann mir schon vorstellen, dass sowas machbar wäre.
Dies ist, da nicht nachkaufbar, bereits propriätär

_________________
LG
Andreas


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 19 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 2 Stunden


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de